Moment mal - Denkmal – Nachbericht

Moment mal - Denkmal

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Moment mal - Denkmal

Zum 6. Baukulturellen Stadtspaziergang der BAUSTELLE SONTHOFEN e.V.
trafen sich ca. 60 Interessierte am 14. März 2026.

Begleitend zu der Ausstellung „Moment mal - Denkmal“ führte der Spaziergang zu Denkmälern im Ortskern von
Sonthofen, wobei der Schwerpunkt auf Wohnhäusern lag. In Sonthofen sind insgesamt 69 Denkmäler in die
Denkmalliste eingetragen, davon sind 18 in der Stadt selbst, alle anderen in den umliegenden Ortsteilen. Von
den 18 Denkmälern sind 8 Wohnhäuser und 10 Kirchen bzw. öffentliche Gebäude.
Erster Halt war am Möggenriedhaus aus dem Jahr 1586, für das eine umfangreiche Bauforschung vorliegt -
verformungsgerechtes Aufmaß, dendrochronologische Untersuchung, Bauzeitenplan, statische Untersuchung
mit Schadenskartierung, restauratorisches und kunsthistorisches Gutachten, energetische Untersuchung.
Das Alte Rathaus aus dem Jahr 1555 ist durch seine eindrucksvolle Gestalt prägend für den Platz am Oberen
Markt und hat über die Jahrhunderte die unterschiedlichsten Nutzungen erlebt.
Die Häuser Marktstraße 5 (Übelhörhaus) und 6 (ehemals Merk) waren ehemals landwirtschaftlich genutzte
Gebäude aus dem 17./18. Jh, die inzwischen stark verändert wurden und auf den ersten Blick nicht als
Denkmäler erkennbar sind. Für den Straßenzug ergeben sie zusammen mit den Nachbargebäuden ein
lebendiges historisches Ensemble.
Die Villen in der Frühlingstraße 2 und Südstraße 1 aus der Zeit um 1900 sind beide sehr gut erhalten und zeigen
den Charme und die Stilelemente aus der damaligen Zeit.
Aus dem Jahr 1913 stammt das Amtsgericht im neubarocken Stil. In den 1990er Jahren wurde es mit einem
modernen Neubau erweitert, der mit dem historischen Altbau sichtlich gut korrespondiert.
Das Gebäude Sonnenstraße 4, ehemals Bäcker Schmid, war ein landwirtschaftliches Gebäude aus dem 18.
Jahrhundert, das inzwischen zu Wohnungen umgebaut wurde.
Der baukulturelle Spaziergang endete am AlpenStadtMuseum, einem Gebäude das aus drei Teilen besteht: aus
dem ehemaligen Heimatmuseum Baujahr 1555, das unter Denkmalschutz steht, einem ehemaligen Bauernhaus
(vermutlich aus dem 18.Jahrhundert), das nicht unter Denkmalschutz steht (heute Museumscafe) und 2023
kam ein moderner Verbindungsbau dazu. Hier wird das Alte mit seiner Ausstrahlung sichtbar gemacht und
durch das Neue schlicht, schön und modern ergänzt. Ein sehr gelungenes Beispiel.
(c) Bilder von Gabriele Sodeur

Art 1, Abs 1, BayDSchG vom 25.06.1973:
„Denkmäler sind von Menschen geschaffene Sachen oder Teile davon aus vergangener Zeit, deren Erhaltung
wegen ihrer geschichtlichen, künstlerischen, städtebaulichen, wissenschaftlichen oder volkskundlichen
Bedeutung im Interesse der Allgemeinheit liegt.“

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